Der Ausbau der Erdgasversorgung begann im Frühjahr 1978, nachdem am 15.12.1977 ein Erdgaslieferungsvertrag mit der RWE Westfalen-Weser-Ems AG (früher Westfälischen Ferngas AG) abgeschlossen worden war. Erst nach dem Bau einer Erdgasleitung von Barntrup nach Bad Meinberg bestand überhaupt die Möglichkeit, Erdgas in Blomberg zu bekommen. Anfragen der Stadt in den Jahren 1962 und 1972 bei der RWE (WFG) waren jeweils abschlägig beantwortet worden. Die erste Erdgasflamme wurde am 26. Oktober 1978 entzündet. Der erste Anschluss wurde ebenfalls an diesem Tag in Betrieb genommen. Die gute Entwicklung dieses Betriebszweiges einerseits und die akzeptable Umweltverträglichkeit des Erdgases andererseits sind Argumente, den Ausbau des Netzes, wenn finanziell vertretbar und möglich, fortzuführen.
1992 wurde der Ortsteil Istrup angeschlossen.
1996 wurde eine zweite Gasreglerstation in Herrentrup gebaut und die Ortsteile Herrentrup und Reelkirchen in die Erdgasversorgung mit einbezogen.
1998 wurde der Ortsteil Mossenberg und
1999 Ortsteil Großenmarpe u. Cappel an das Erdgasnetz angeschlossen.
Das Erdgas wird mit einem Druck von 20 - 60 bar und einer Temperatur von 10 Grad angeliefert. Der Druck im Verteilungsnetz beträgt 0,35 bar und die Temperatur 12 Grad.
Tanken für die Hälfte
Die Blomberger Versorgungsbetriebe haben sich entschlossen, Erdgas auch als Kraftstoff anzubieten. An der Aral - Tankstelle in Blomberg wird es ab November möglich sein, umweltschonend und kostengünstig zu tanken.
Schon jetzt gibt es deutschlandweit über 660 Erdgastankstellen; und es werden jedes Jahr mehr. Die Gründe dafür liegen in den günstigen Treibstoffkosten und in den geringen Umweltbelastungen.
Die Bundesregierung hat die Bedeutung von Erdgasfahrzeugen zur Reduzierung der Schadstoffe erkannt. Deshalb gilt für Erdgas ein verminderter Mineralölsteuersatz, der bis 2018 festgeschrieben wurde.
Gegenüber einem Benzinfahrzeug kann man mit einem Erdgasfahrzeug bis zu 50% der Treibstoffkosten sparen, gegenüber einem Dieselfahrzeug bis zu 30%.
Die Mehrkosten liegen bei der Neuanschaffung eines Erdgasfahrzeuges bei ca. 1.500 bis 3.500 Euro. Zwischen 3.000 und 4.500 Euro kostet die Umrüstung auf Erdgasbetrieb. Je nach Fahrzeugtyp können sich die Umrüstkosten oder der Aufpreis bereits ab einer Fahrleistung von 30.000 km amortisieren.
Auch in Ostwestfalen-Lippe wird das Tankstellennetz für Erdgasfahrzeuge immer dichter. "OWL tankt clever Erdgas", so lautet das Motto der Stadtwerke Bielefeld, Bad Salzuflen, Detmold und Lemgo, dem sich nun auch die BVB anschließen wird.
Autofahrer, die sich für ein erdgasbetriebenes Neufahrzeug oder auch die Umstellung eines Benziners auf Erdgas entscheiden, profitieren außerdem von dem attraktiven Förderproramm der BVB: "1 Jahr lang kostenfrei Erdgas tanken"
Gewerblich genutzte Fahrzeuge werden individuell gefördert.
Möchten Sie mehr erfahren?
Die BVB berät Sie gern (Ihr Ansprechpartner Herr Christian Vattrodt, Telefon: 05235/95023051).
Noch mehr Infos zum Thema finden Sie unter www.erdgasfahrzeuge.de, www.gas24.de oder www.gibgas.de
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, mit Erdgas, dem Qualitätsgas der bvb, haben Sie eine gute Wahl getroffen. Denn damit erhalten Sie - über die zuverlässige Bereitstellung von hochwertigem Erdgas hinaus - auch weiter gehende, innovative Produkte und Services, die ein hohes Maß an Verantwortung und Umweltverträglichkeit garantieren. Genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt, damit Sie sich möglichst um gar nichts weiter kümmern müssen. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Faire und nachvollziehbare Abrechnung.
Die Zusammensetzung von Erdgas ist nicht immer gleich. Daher kann auch sein Brennwert (Wärmeinhalt) unterschiedlich sein. Ausgehend vom Normzustand unterscheidet man je nach Brennwert zwischen "ErdgasL" und "ErdgasH". Außerdem ist der Brennwert von Erdgas, wie bei allen Brenngasen, von seinen Umgebungsbedingungen abhängig. Zwei Faktoren wirken sich dabei besonders aus.
1.-die Temperatur: Je wärmer ein Gas ist, desto mehr Raum beansprucht es. Beim Erdgas verringert sich dabei der in einem Kubikmeter enthaltene Wärmeinhalt.
2.-der Luftdruck: Je höher der barometrische Luftdruck der Umgebung ist, desto weniger Raum wird von einem Gas beansprucht. Beim Erdgas erhöht sich dabei der in einem Kubikmeter enthaltene Wärmeinhalt. Mit Gaszähler werden die Kubikmeter des gelieferten Gases gezählt. Der Wärmeinhalt des gemessenen Gases kann dabei unterschiedlich sein. Dabei es trotzdem fair zugeht und alle Kunden gleiche Leistung für gleiches Geld bekommen, gibt es den Umrechnungsfaktor Gas.
Die Zusammensetzung und damit der Brennwert von Erdgas sind nicht immer gleich. Dies wird bei der Abrechnung durch den Umrechnungsfaktor ausgeglichen.
Mit diesem Umrechnungsfaktor wird der vom Gaszähler festgestellte Kubikmeterverbrauch in die Wärmeeinheit (KWh) umgerechnet. Für jeden mit Erdgas versorgten Ort wird ein eigener Faktor festgelegt. Er wird nach den Regeln der so genannten "Gasabrechnung" berechnet. Zu berücksichtigen sind dabei:
der Brennwert des in dem Ort gelieferten Erdgases
die Höhenlage des Ortes
der Überdruck des Gases am Gaszähler und
eine mittlere Gastemperatur von 15°C.
Kein Kunde wird benachteiligt, weil er Erdgas mit niedrigerem Wärmeinhalt bezieht oder aufgrund der zufälligen Höhenlage seines Hauses. Es gilt derselbe Preis für alle.
